:: über uns ::
Seit nunmehr vier Jahren existiert die Senseless Crew. Vier Jahre, die untrennbar mit den Attributen Radikalität und Treue verbunden sind.
Aus einer profillosen, austauschbaren Gruppe ist im Laufe der Zeit eine kleine, agile und gefestigte Truppe geworden, die gemeinsam mit „Schwarz-Blau '79“ das Gerüst der Bornheimer Fanszene bildet und eine nicht mehr wegzudenkende Kraft darstellt.
Am Anfang stand die Idee, der bisweilen etwas lethargischen Bornheimer Szene durch die Schaffung einer neuen, ultráorientierten Gruppe zu mehr Leben zu verhelfen. Die ersten Gehversuche waren noch etwas tapsig und unbeholfen. Das Hauptaugenmerk lag damals noch beim Durchführen möglichst vieler Choreos und Aktionen, die allesamt sehr einfach und austauschbar waren. Auf den akustischen Support hatten wir keinen großen Einfluss, auch das Entwickeln von eigenen Ideen wurde vernachlässigt. Gemeinsamer Standort aller FSV-Fans war damals noch die Gegengerade des Bornheimer Hangs.
Im Gründungsjahr organisierten wir insgesamt 17 kleine Choreos und Aktionen, wirklich beeindruckend war allerdings nur die Pyro-Show in Mainz (11 Bengalos) sowie die Fähnchen-Choreo beim Spiel in Bad Vilbel.
Mitte 2003 kehrten einige ältere Aktivposten der Bornheimer Szene dem FSV aus vereinspolitischen Gründen den Rücken zu. Das Vakuum, das sie hinterließen war schwer zu füllen. Stagnation machte sich breit; der Umstand, dass die stark verjüngte FSV-Mannschaft zum ersten Mal nicht um die Oberliga-Meisterschaft mitspielte, verstärkte diesen Trend. Der Fanblock gab in der Hinrunde der Saison 2003/04 ein sehr trostloses Bild ab, ähnlich verhielt es sich mit dem Support. Unzufrieden mit der Entwicklung, zog es unsere Gruppe ab Mitte Oktober 2003 in die Seckbacher Kurve. Von dem Umzug erhofften wir uns eine Bündelung der Kräfte in einem neuen, „unverbrauchten“ Block. Die Tatsache, dass der eigentliche Fanblock auf der Gegengerade de facto tot war, lies uns alle Zweifel an der Richtigkeit unseres Entschlusses über Bord werfen. Das „Projekt Seckbacher Kurve“ entwickelte sich nicht so wie erhofft. Zwar war der Block oftmals vergleichsweise gut gefüllt, vom erreichen unserer Ziele im Bereich organisierte Stimmung waren wir aber weit entfernt. Unser Umzug hatte die Situation der Bornheimer Szene nicht verbessert, sondern eine Teilung der Fanszene zementiert. - Eine Teilung, die keinesfalls nur bei Heimspielen bestand, sondern sich oftmals auch auf die Auswärtsspiele auswirkte. Beim Auswärtsspiel in Fulda bekamen wir erstmals Jenaer-Unterstützung. Die ersten SC-Kapuzenpullis und Aufkleber erblickten in dieser Phase das Licht der Welt.
Mit Beginn der Rückrunde -eingeleitet durch die von uns organisierte Fahnen-Choreo gegen Darmstadt- stellten „Schwarz-Blau '79“ und Senseless Crew wieder einen gemeinsamen Fanblock auf der Gegengerade. Vorangegangen waren Gespräche, bei denen einige offene Fragen beantwortet werden konnten. Es kam so etwas wie Aufbruchstimmung auf. Der von uns erstellte Infoflyer „Bornheim United“ wurde, und wird es bis heute, mehr oder weniger regelmäßig verteilt. Sinn und Zweck dieses kostenlosen Heftchens ist es, alle Interessierten Personen über Neuigkeiten aus der Fanszene, Auswärtsfahrten etc. pp. zu informieren. Highlight der Rückrunde war sicherlich das Heimspiel gegen Kassel, bei dem wir von 14 Jenaer Freunden unterstützt wurden. Die durchgeführte Choreo war die aufwendigste in der Geschichte der Bornheimer Fanszene. Auch der Kick in Braunfels, bei dem das ganze Spiel durchgesungen wurde, bleibt in Erinnerung. Die ersten neuen, vornehmlich vom Balkan und aus Italien stammenden Lieder wurden von uns eingeführt. Langsam, aber sicher bildete unsere Gruppe ihren eigenen Stil aus. Vieles, was erst in den letzten Monaten in (West-)Deutschland Einzug hielt, wurde von uns schon zu dieser Zeit umgesetzt. Die guten Kontakte nach Jena waren dieser Entwicklung sicherlich förderlich.
Die folgende Saison 2004/05 brachte einen Standortwechsel mit sich, der der Entwicklung der Fanszene absolut dienlich war. Der Umzug des Fanblocks auf die Haupttribüne zog eine deutliche Verbesserung der Stimmung nach sich. Dank der besonderen Akustik der Haupttribüne erreichen Lieder eine durchaus annehmbare Lautstärke. Auch im Bereich Kreativität und Ausdauer wurde weiter gearbeitet. Neue Fahnen und Schwenker wurden eingeweiht, auch die guten Kontakte nach Jena wurden weiter vorangetrieben. Im Laufe der Saison wurde die Bornheimer Flagge bei neun Spielen des FC Carl Zeiss hochgehalten.
Stand unsere Gruppe dem Zugfahren schon immer nicht abgeneigt gegenüber, wurden mit Beginn der Saison –bis heute- zu jedem Spiel Flyer verteilt, um mehr Leute anzusprechen und die Auswärtsfahrten besser zu koordinieren. Höhepunkte in dieser Hinsicht waren die Spiele in Eschborn und Kassel, bei denen jeweils gut 30 Zugfahrer mobilisiert werden konnten. Die Affinität zum Zugfahren ist sicherlich prägend, von ein paar wenigen Ausnahmen abgesehen, fahren wir zu jedem Auswärtsspiel mit dem Zug.
Der Heimblock umfasst bei normalen Spielen etwa 20 Personen, je nach Gegner können es aber auch bis zu 50 Leuten werden. Der Support bei Auswärtsspielen wurde deutlich ausgebaut, wobei es natürlich immer noch sehr viel zu verbessern gibt. Es kommt auch immer wieder zu Einbrüchen, vor allem bei weiter entfernten Spielen kann das Stimmungsniveau aufgrund der wenigen Auswärtsfahrer nicht immer gehalten werden. Beim Spiel in Kassel, dem Highlight der Hinrunde, wurden wir von 11 Jenaern unterstützt. Der 45-köpfige Mob war bis dato wohl das beste, was Bornheim seit etlichen Jahren aufzubieten hatte. Die Saison endete mit einem zweiten Platz für den FSV, auf den Rängen hatte die Bornheimer Szene aber spätestens jetzt die Meisterschaft in der ansonsten trostlosen Liga errungen. Die Heimspiele gegen Kassel (28 Jenaer zu Gast) und Eschborn offenbarten eindrücklich die Stärken der Bornheimer Szene – vor, während und nach dem Spiel blieb die Bornheimer Szene siegreich.
In der aktuellen Saison konnte der Heimsupport weiter verbessert werden. Inzwischen haben sich in der FSV-Fanszene klare Strukturen gebildet, viele organisatorische Dinge gehen einfacher über die Bühne. Das Niveau des Auswärtssupports stagniert allerdings etwas, die Gründe hierfür wurden bereits geschildert. Höhepunkt der Hinrunde war, wieder einmal, das Spiel in Kassel, für das von uns sehr intensiv geworben wurde. 40 Zugfahrer vertraten Bornheims Farben in Nordhessen. Die Kontakte nach Jena wurden weiter intensiviert, mittlerweile kann mit Fug und Recht von einer Freundschaft gesprochen werden. Ein Umstand, der uns sehr Stolz und glücklich macht.
Die Senseless Crew hat sich im Laufe der Jahre zu einer nicht mehr wegzudenkenden Konstante in der FSV-Fanszene entwickelt. Wir sind eine kleine Truppe, dafür aber die aktivste am Hang.
Bezüglich unserer Einstellung ist zu sagen, dass sich selbige von der bei SB 79 vorherrschenden Grundhaltung unterscheidet. In einigen fanspezifischen Punkten trennen sich die Meinungen der beiden Gruppen. Hierbei spielt sicherlich das Alter der „SB 79“-Mitglieder eine Rolle. Während auf Seiten von „SB 79“ mittlerweile vieles entspannter und lockerer betrachtet wird, gehen wir bisweilen rigoroser und ernsthafter vor. Dem guten Verhältnis zu "Schwarz-Blau '79" tut das natürlich keinen Abbruch; es geht nur gemeinsam!
Choreografien haben keinen so hohen Stellenwert mehr wie in unserer Gründungsphase. Wir beschränken uns stattdessen lieber auf einige größere Choreos pro Jahr, und legen viel Wert auf die Gestaltung von Schwenkern/Zaunfahnen usw. Sie sind Woche für Woche sichtbar, und daher in unseren Augen besonders wichtig.
Vieles hat sich in den vergangenen Jahren getan. Die Entwicklung unserer Gruppe war kein stetiger Aufstieg, sondern eine Entwicklung mit Brüchen. Ob beim Testspiel in Dortmund oder beim Nachholspiel in Wattenbach - wir sind immer mit im Spiel. Es ist aber nicht nur unser Anspruch, immer präsent zu sein. Wir sehen es auch als unsere Aufgabe an, die Stimmung weiter zu verbessern und durch unser Engagement die FSV-Fanszene weiter voranzubringen.
Wir werden weiter für unsere Sache kämpfen und auch im sechsten Oberliga-Jahr jeder Art von Lethargie den Kampf ansagen!
Für Bornheim – Immer und überall!
KONFUSI
Stand: Januar 2006 (wird überarbeitet)
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